Termine 2014 | Dezember

07.12.
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Zu Gast im FORUM | Konzert & Film | open music

Krieg und Kino

So, 07.12., 20:00 Uhr, Keller, Eintritt: € 15,- | € 10,- (ermäßigt) | € 5,- (für Musikstudent*innen an der Abendkassa)


Live-Impro-Set zu Propagandafilmen aus dem 1. Weltkrieg
Jürgen Berlakovich: Gitarre, Bass, Elektronik
Ulrich Troyer: Elektronik, Analoge Effekte, Sampler

2009 vertonten sie Filmmaterial aus dem 1. Weltkrieg erstmals live bei der Viennale, 2010 kam ihr Soundtrack zum Stummfilm «Die Würgehand» auf DVD über das Filmarchiv Austria heraus, zusammen spielen sie auch im Gemüseorchester: Mit Ulrich Troyer und Jürgen Berlakovich sind zweifelsohne zwei Soundkünstler abseits konventioneller Klangproduktionen am Werk. So ist Ulrich Troyer nebst Live-Auftritten auch mit Sounddesign und -tracks von Apps, Videos und Installationen bis hin zu Tanzproduktionen beschäftigt, Jürgen Berlakovich wiederum kennt man vor allem über Projekte, die Klang und Sprache verbinden.

www.openmusic.at
17.12.
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Film- und Buchpräsentation und Künstlergespräch

My Name is Janez Janša

Mi, 17.12., 18:00 Uhr, Saloon, Eintritt frei


Janez Janša präsentieren im FORUM STADTPARK ihren Film «My Name is Janez Janša» und im Anschluss das Buch «What’s in a Name?» des slowenischen Philosophen Mladen Dolar. Außerdem werden Janez Janša Einblick in die Website und den Blog ihres neuen Projektes «[FREE] Janez Janša» geben.

Über Janez Janša: 2007 traten drei Künstler der konservativen Demokratischen Partei Sloweniens (SDS) bei und änderten ihre Namen offiziell in den des Slowenischen Ministerpräsidenten, Janez Janša, Anführer der SDS. Obwohl die Namensänderung der Künstler aus persönlichen Gründen geschah, begannen von nun an die Grenzen zwischen ihrem Leben und ihrer Kunst auf zahlreich und unvorhersehbare Arten zu verschmelzen.

Trailer of My Name is Janez Janša:
www.vimeo.com/33707536

www.aksioma.org

Veranstaltung in Kooperation mit dem steirischen herbst.
22.12.
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Zu Gast im FORUM | Filmscreening

Auf die, die noch existieren

Mo, 22.12., 19:00 Uhr, Saloon, Eintritt frei
Ein künstlerischer Dokumentarfilm von Kevin Kopacka und Raoul Kopacka.

Was geschieht mit einer Erinnerung, wenn niemand sie mit einem teilt? Ist sie dann weniger wahr? Dieser Frage wollen der österreichische Maler und Videokünstler Kevin Kopacka und sein Zwillingsbruder, Dokumentarfilmer Raoul Kopacka, in dem Film «Auf die, die noch existieren» auf den Grund gehen.

Ausgangspunkt ist die Erinnerung an einen Sommer, als sich der damals zehnjährige Kevin Kopacka mit einem Jungen namens Patrick Lurzing anfreundete, der im selben Häuserblock wohnte. Gemeinsam verbachten sie die Tage am Spielplatz – bis Patrick eines Tages nicht mehr auftauchte. Oder hat es ihn nie gegeben?
Denn so lebendig Kevins Erinnerungen an den Freund auch sind, scheinen sich weder sein Zwillingsbruder, noch die anderen Kinder aus der Nachbarschaft an einen Jungen namens Patrick Lurzing zu erinnern. “Das war der Moment, an dem ich zum ersten Mal meine eigene Wahrnehmung hinterfragen musste”, so Kevin Kopacka, der nun versucht diesem Gespenst der Vergangenheit auf die Spur zu gehen.

Die beiden Brüder fahren in ihren Geburtsort Graz zurück um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Der einzige Beweis an Patricks Existenz ist ein Freundschaftsbucheintrag, den Kevin jedoch bereits als Teenager – vermutlich aus Scham und Verwirrung – unkenntlich gemacht hat. Gemeinsam mit anderen Jugendfreunden, die die Brüder seit zehn Jahren nicht mehr getroffen haben, lassen sie Kindheitserinnerungen wieder aufleben und besuchen die fast schon mystischen Orte, an denen sie den Großteil ihrer Kindheit verbrachten.

Das erneute Eintauchen in diese Zeit ruft auch die Erinnerung an das kindliche Realitätsempfinden wieder wach. Der Spielplatz als Treffpunkt für die Kinder aus der Nachbarschaft spielt dabei eine zentrale Rolle.
Doch die Frage bleibt: Was geschah mit Patrick? Ist er nur ein Phantom, das sich in die realen Erinnerungen eingeschlichen hatte? Und worin unterscheidet sich die Erinnerung an eine Phantasie von der Erinnerung an tatsächlich Geschehenes?

«Auf die, die noch existieren»
Dokumentarfilm (30 Minuten)

Ein Film von Kevin Kopacka & Raoul Kopacka
Kamera: Raoul Kopacka
Schnitt: Kevin Kopacka, Raoul Kopacka
Musik: Kevin Kopacka
Interview: Christian Landrebe
Zusätzliche Kamera: Anna Wasilewski, Christian Landrebe
Dank an: Florian Rasser, Philip Müller, Florian Leeb, Micha Thäle